Minister Mohrs bei Orgeleinweihung in Bethen

Ein Traum ist wahr geworden

Minister Mohrs bei Orgeleinweihung in Bethen

Bethen, Oldenburger Land · 22.09.

Seit 2017 hat die Kirchengemeinde St. Marien Bethen auf diesen Moment hingearbeitet:
Am Sonntag (21.9.) weihte Monsignore Dr. Dirk Költgen die neue Orgel in der Basilika in Bethen ein.
Die Weihe fand im Rahmen einer besonders musikalisch gestalteten Eucharistiefeier statt.

Der gemischte Chor Varrelbusch während der feierlichen Orgelweihe in der Basilika Bethen
Der gemischte Chor Varrelbusch gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit.

Wie vielseitig die Fähigkeiten des neuen Instrumentes sind, erlebte die Festgemeinde dank der
Organisten Barbara und Christian Kienel schon in der ersten Stunde. Unterstützt wurden sie vom
gemischten Chor Varrelbusch sowie der Solistin Sigrid Buschenlange.

In der vollbesetzten Wallfahrtskirche feierten auch der niedersächsische Minister für Wissenschaft
und Kultur, Falco Mohrs, die Landtagsabgeordneten Stephan Christ und Christoph Eilers,
Landrat Johann Wimberg und Bürgermeister Neidhard Varnhorn das neue Instrument.

Blick von hinten auf den Chor während der Orgelweihe in der Basilika Bethen
Eindruck aus dem Kirchenraum: Der Chor von hinten während der musikalischen Gestaltung.

„Ein Traum geht in Erfüllung“, sagte der Pfarrer, Monsignore Dr. Dirk Költgen, in der Predigt.
Der Tag sei eine Zäsur im Leben der Pfarrei. In einer Gemeinschaftsleistung sei mit dem neuen
Instrument des Orgelbaumeisters Dirk Eule ein wahres Meisterwerk entstanden.

„Gott ist ein Organist, wir sind das Orgelwerk“, zitierte Költgen den Barockdichter Angelus Silesius.
Die Orgel sei ein Gesamtkunstwerk, bei dem es auf jede Schraube und jede Pfeife ankomme –
genauso wie auf jeden einzelnen Menschen in der Gemeinschaft.

Organist Christian Kienel erklärt die neue Orgel im Kreis von Ehrengästen und Minister Falco Mohrs
Organist Christian Kienel erläuterte den Ehrengästen die technischen Besonderheiten der neuen Orgel.

Falco Mohrs überbrachte die Grüße der niedersächsischen Landesregierung. „Ich bin beeindruckt!“,
sagte der Kulturminister. Musik könne Trauriges wie Fröhliches ausdrücken und verbinde Menschen
über Generationen hinweg.

Weihbischof Wilfried Theising wünschte in seinem Grußwort, dass die neue Orgel über Generationen
hinweg Menschen berührt, große Feste begleitet und in der Stille des Gebets ihren Klang entfaltet.

Die neue Orgel ersetzt ihre Vorgängerin, die erhebliche technische Mängel aufwies. Ein Gutachten
hatte ergeben, dass eine Reparatur keine nachhaltige Lösung mehr darstellen würde.
Daher entschied sich die Pfarrei für einen Neubau.

Die Eule Orgelbau GmbH aus Bautzen plante, baute und intonierte eine neue Kirchenorgel mit
freistehendem Spieltisch, die speziell auf den Kirchenraum abgestimmt ist.
Mit 2.004 Pfeifen aus Holz und Metall in 28 Registern lassen sich vielfältige Klangfarben erzeugen.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 800.000 Euro.

Text: Johannes Hörnemann

Bilder: Offizialat Vechta / Johannes Hörnemann