Paare aus drei Generationen hängten in Bethen Liebesschlösser an den Zaun

Ramona und Gunnar Johannsen aus Cloppenburg hängten das erste von hoffentlich noch vielen Liebesschlössern an das Metallgitter im Bether Kirchgarten. Monsignore Dr. Dirk Költgen freute sich, dass die Aktion so gut ankam. Fotos: west

Von Gaby Westerkamp

Bethen

Nun hängen sie am Zaun, die ersten Liebesschlösser, bunte Zeugen frischer oder auch schon lang bewährter Zuneigung. Zum Gedenktag für den heiligen Antonius von Padua – Patron der Liebenden und der Ehe – hatte die St. Marien-Gemeinde gestern (13.6.21) für verliebte, verlobte und verheiratete Paare einen besonderen Parcours im neuen Atriumgarten hinter der Bether Basilika aufgebaut. Und die Gastgeber freuten sich über eine sehr positive Resonanz – quer durch alle Generationen.

Ramona (38) und Gunnar (44) Johannsen aus Cloppenburg hatten 2018 in Bethen kirchlich geheiratet und freuten sich, hier am Trau-Ort eine „bleibende Erinnerung” für sich schaffen zu können. Sie waren die Ersten, die ihr blaues Schloss, graviert mit ihren Namen und zwei verbundenen Ringen, am Zaun festmachten. Töchterchen Jantje (2) durfte dann den Schlüssel im Brunnen versenken. Nein, nicht oben in der Wasserschale, sondern in einem eigens dafür angelegten Rohr, das tief hinunter in den Brunnenschacht führt und die Schlüssel „auf ewig” verschluckt.

Unterdessen versuchten Birgit (58) und Konrad (61) Böske aus Emstek, auf der hölzernen Wippe die Balance zu halten. Und das gelang den Beiden auf dem Spielgerät genauso gut wie offenbar auch im Ehealltag: „Heute ist unser 36. Hochzeitstag”, verrieten sie. Auch sie hängten gemeinsam ihr Schloss an den Zaun, gleich unterhalb der kleinen Antonius-Figur. Und dann weg mit dem Schlüssel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer in Balance, auf der Wippe und im Ehealltag: Birgit und Konrad Böske aus Emstek.

„Vor allem haltet fest an der Liebe zueinander“: Dieses Zitat aus dem ersten Petrus-Brief ist oben am metallenen Schlösser-Zaun zu lesen. Bernd (80) und Anna (75) aus Nikolausdorf sind da echte Experten: Sie feiern in zwei Jahren ihre Diamantene Hochzeit. Dann haben sie sechs Jahrzehnte Seite an Seite gelebt, geliebt, sicher auch mal gelitten und sich einfach nur ausgehalten. Immer zusammen. Nur das Gepfriemel mit dem kleinen Schlüssel überließ Anna ihrem Mann lieber alleine.
Immer in Balance, auf der Wippe und im Ehealltag: Birgit und Konrad Böske aus Emstek.

Sie hatte ja auch die Hände voll mit Geschenken: Neben dem kleinen Vorhängeschloss gab es für alle Teilnehmenden an diesem sonnigen Sonntag ein Buch mit ermunternden Texten über die Liebe, Zettel mit Gebeten, die an schweren Tagen helfen sollen, und eine große weiße Lilie als Blume der Reinheit und Symbolbild des heiligen Antonius.

Zum Antonius-Jahrestag überreichte Monsignore Költgen allen Gottesdienstbesuchern eine weiße Lilie als Geschenk. Darüber freuten sich auch Anna und Bernd Niegisch aus Nikolausdorf.

Quellenangabe: © Westerkamp/clpON), www.clpon.de