15.06.2026 | Bistum Münster – Offizialatsbezirk Oldenburg

Eine Woche vor seiner Amtseinführung als Bischof von Münster pilgerte Dr. Heiner Wilmer SCJ gemeinsam mit rund 100 Menschen von Emstek über Höltinghausen zum Marienwallfahrtsort Bethen bei Cloppenburg. Unter dem Leitwort „Zusammen geht was“ eröffnete er damit seine Pilgerwoche im Bistum Münster.
„Ich komme als Hörender“, betonte Wilmer zu Beginn in Emstek. Sein Anliegen sei es, die Menschen kennenzulernen, ihre Lebensrealitäten zu verstehen und zuzuhören. Im Mittelpunkt standen persönliche Glaubenserfahrungen und die Frage, welche Rolle der Glaube im Alltag spielt.

Die Teilnehmenden spiegelten die Vielfalt der Arbeitswelt wider: Soldaten, Lehrerinnen, Ingenieure, Pflegekräfte, Landwirte und viele weitere Berufsgruppen aus dem Oldenburger Land machten sich gemeinsam auf den rund 10 Kilometer langen Pilgerweg.
Glaube im Alltag erleben
Nach einem gemeinsamen Picknick in Höltinghausen tauschten sich die Pilgerinnen und Pilger in Gruppen intensiv über ihren Glauben im Berufsalltag aus. Fragen wie „Was gibt mir Kraft im Beruf?“ oder „Wo erlebe ich Glauben im Alltag?“ standen im Mittelpunkt.
Gestärkt durch Gebet und Austausch setzte die Gruppe ihren Weg nach Bethen fort. „Ich bin erfüllt von den Gesprächen und den persönlichen Geschichten“, sagte Wilmer im Anschluss.

Am Zielort, der Basilika in Bethen, wurde die Pilgergruppe von rund 1500 Gläubigen empfangen. In der anschließenden Eucharistiefeier wurde die Bedeutung von Gemeinschaft, Glauben und gesellschaftlicher Verantwortung hervorgehoben.

In seiner Predigt sprach Bischof Wilmer über Orientierung in einer komplexen und oft belastenden Zeit. Er rief zu innerer Einkehr, Gebet und gesellschaftlichem Engagement auf und erinnerte an die traditionsreiche Geschichte des Oldenburger Landes, insbesondere an den Kreuzkampf.
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